biodiversity
PFLEGE DER NATUR
Der Erhalt der genetischen Vielfalt des Keimplasmas der Kulturen ist von entscheidender Bedeutung, um für den sich wandelnden Bedarf der Zukunft gerüstet zu sein. Der Erhalt der Biodiversität auf der Plantage und in ihrem Umfeld ist insbesondere dann wichtig, wenn Plantagen in Gebieten mit hohem Naturschutzwert angesiedelt sind.

Praktische Anwendung
Genetische Vielfalt der Pflanzen
Sicherstellen, dass die Zuchtprogramme des Unternehmens auch Programme zum Erhalt von Sämlingen mit bekanntem Ursprung abdecken. Wenn beispielsweise alte Felder entwurzelt werden sollen, um sie neu zu bepflanzen, sollte ein kleiner Bereich (50 bis 100 Sträucher) belassen werden, um die Landrassen zu erhalten. Die Bemühungen der Branche um den Erhalt von Keimplasma unterstützen oder sich daran beteiligen. Einen möglichst grossen Beitrag zu nationalen Genbankprogrammen leisten, die beispielsweise von der Tea Research Foundation in Kenia und von Tocklai und UPASI in Indien durchgeführt werden.
Biodiversität in und um die Plantage
Die Umgebung der Plantage für die Entfaltung lokal wichtiger, seltener und gefährdeter Arten verbessern, indem geeignete Lebensräume geschaffen werden und die richtigen Anbauverfahren angewendet werden. Dazu gehört auch das Vermeiden von Schädigungen nützlicher Flora und Fauna durch Pestizide. Vor einer Erweiterung der Anbaufläche sollte eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden, deren Empfehlungen anschliessend befolgt werden sollten. Für Flächen, die kleiner als ein Hektar sind, ist keine vollständige Prüfung erforderlich, aber es sollten grundsätzlich die Auswirkungen neuer Pflanzungen betrachtet werden, bevor mit der Arbeit begonnen wird. Es dürfen keine Ausweitungen in Primärwälder vorgenommen werden. Sicherstellen, dass Uferstreifen erhalten und von heimischen Arten besiedelt werden. Lebensräume wild lebender Tiere und Pflanzen nach Möglichkeit durch Korridore und Uferstreifen miteinander verbinden. Heimische Baumarten können auf den Plantagen und Farmen gepflanzt werden, ohne die anderen landwirtschaftlichen Aktivitäten zu beeinträchtigen. Den Erhalt heimischer Wälder fördern und Bäume in Gebieten anpflanzen, die entwaldet wurden. Der Schwerpunkt sollte auf dem Anpflanzen heimischer Arten liegen, die das natürliche Waldgeflecht nachbilden. Es sollten nach Möglichkeit auch Bäume gepflanzt werden, die Schädlinge unter Kontrolle halten (beispielsweise der Niembaum). Es sollte nur Brennholz aus kommerziellen, erneuerbaren Pflanzungen oder von Bauerngruppierungen gekauft werden, die kommerzielle Waldbestände aufgebaut haben. Einzelne Bauern und Bauerngruppierungen dazu anregen, Wälder für die Brennholzgewinnung aufzuforsten, aber dabei die Vielfalt der heimischen Baumarten zu erhalten..
Mögliche Bereiche für Verbesserungen
Ganz klar die wirtschaftlichen Bedingungen für die Bepflanzung von Randgebieten (steile Hänge, dünne Böden, Bereiche mit hohem pH-Wert, schlecht entwässertes Land) definieren und die nicht rentablen zu Naturschutzgebieten machen. Mit internationalen Initiativen zusammenarbeiten, um die Biodiversität zu fördern, die Verwendung von ökotoxischen Pestiziden zu minimieren, einen integrierten Pflanzenschutz (Seite 08) einzurichten und Schutzmassnahmen für seltene und gefährdete Arten, die den landwirtschaftlichen Betrieb als Habitat nutzen, einzuleiten. Mit internationalen Museen und Forschungsprogrammen zur Biodiversität zusammenarbeiten, um die Biodiversität der Plantagen und angrenzenden Gebiete einzuschätzen und zu dokumentieren. Anstrengungen auf höherer Ebene (Landschaft) unternehmen, um Waldgebiete oder ähnliche Reservate zu berücksichtigen, die mitunter gebraucht werden, um stabile Populationen und die erwünschten Arten zu unterstützen. Um grössere Reservate zum Erhalt der Biodiversität zu schaffen, wird man in der Regel mit anderen Plantagen- und Grundbesitzern und mit öffentlichen Stellen zusammenarbeiten müssen.
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